Jun
6
2011

Hunde und die Gefahren der Sommerhitze

Der Sommer bringt viele schöne Dinge mit sich, aber für unsere Vierbeiner kann er auch eine sehr große Belastung darstellen. Daher ist es wichtig, zu wissen, was Sie als Hundehalter im Sommer besonders beachten sollten.

Daheim

Stellen Sie reichlich Wasser zur Verfügung, an mehreren verschiedenen Orten. Achten Sie auch auf die Temperatur des Wassers – hat es sich bereits sehr erwärmt, tauschen Sie es zügig aus. Animieren Sie Ihren Hund hin und wieder zum Trinken. Je nach Alter und Rasse des Hundes, ist auch übermäßige Bewegung bei Hitze nicht förderlich für die Gesundheit. Vermeiden Sie ausgedehntes Spielen vor allem Mittags, ebenso sollten Spaziergänge auf die Morgen- oder Abendstunden gelegt werden. Bei Rassen mit sehr langem, dichten Fell kann auch ein Besuch beim Hundefriseur sinnvoll sein. Bieten Sie Ihrem Hund Liegemöglichkeiten an den kühlsten Stellen Ihrer Wohnung (zum Beispiel beschattete Fliesenböden). Achten Sie bei Spaziergängen genau auf die Körpersprache Ihres Hundes. In Aufregung vergessen manche Hunde, dass Sie erschöpft oder müde sind – ordnen Sie daher auch Pausen an, wenn Ihr Hund oberflächlich betrachtet fit wirkt.

Auto

Der Hund sollte niemals im Auto allein gelassen werden. Auch nicht “kurz” oder “nur zwei Minuten”. Hunde können Ihre Körpertemperatur nicht so gut regulieren wie wir. Da sie nicht schwitzen können (bzw. nur über die Pfoten), beginnen sie bei Hitze zu hecheln (geöffnetes Maul, hängende Zunge, höhere Atemfrequenz, flachere Atmung). Kann die Temperatur dadurch nicht genügend gesenkt werden, pumpt der Körper verstärkt Blut in die Gliedmaßen und weg von der Körpermitte um es schneller abzukühlen – dies kann allerdings sehr schnell zu Organversagen führen. Ein Anzeichen für diesen Vorgang im Hundekörper ist eine starkrote Zunge. Die Klimaanlage kann helfen, es Ihrem Hund während der Fahrt angenehmer zu machen. Bei Autofahrten ist es grundsätzlich wichtig, genügend Pausen einzulegen, in denen der Hund trinken und frische Luft atmen kann.

Sonnenbrand

Hunde können auch Sonnenbrand bekommen. Achten Sie besonders auf die empfindlichsten (und weniger behaarten) Stellen wie Bauch, Nase und Pfoten. Zwingen Sie Ihren Hund nicht, über stark erhitzte Böden oder Flächen (zum Beispiel heißer Sand oder gar metallische Materialien) zu laufen.

Hitzschlag

Sollte es doch soweit gekommen sein, sind folgende Maßnahmen zu ergreifen:

- suchen Sie wenn möglich einen kühlen und ausreichend belüfteten Ort auf (Schatten!)

- befeuchten Sie den Hundekörper mit Wasser (Pfoten, Bauch, Kopf)

- bieten Sie dem Hund kühles Trinkwasser an

- unbedingt den Tierarzt aufsuchen – ein Hitzschlag darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden!

Ein Hitzschlag kann zur Bewusstlosigkeit, Organschäden oder sogar inneren Blutungen führen.

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